Schülerstation im TWW: 24 Schüler:innen, eine Station und plötzlich echte Verantwortung
Wie begeistert man junge Menschen für den Pflegeberuf? Im TWW lautet die Antwort: Verantwortung übertragen.
Die diesjährige Schülerstation in der Neurologischen Klinik des TWW hat wieder gezeigt, wie wertvoll eigenverantwortliches Arbeiten unter realen Bedingungen für angehende Pflegefachkräfte sein kann.
Wie begeistert man junge Menschen für den Pflegeberuf? Im TWW lautet die Antwort: Verantwortung übertragen.
Die diesjährige Schülerstation in der Neurologischen Klinik des TWW hat wieder gezeigt, wie wertvoll eigenverantwortliches Arbeiten unter realen Bedingungen für angehende Pflegefachkräfte sein kann.
Einen Monat organisierten Pflegeschüler:innen den Stationsalltag von der Patientenaufnahme bis zur Dienstplanung weitgehend selbstständig– begleitet von erfahrenen Praxisanleiter:innen und dem multiprofessionellen Team. So entstand ein praxisnaher Lernraum, der eindrucksvoll zeigt, wie moderne Pflegeausbildung funktionieren kann.
Ein Ausbildungsprojekt mit Praxisnähe
Von Mitte April bis Mitte Mai nahmen insgesamt 24 Pflegeschüler:innen der Wannseeschulen an dem Projekt teil. Bereits vor dem offiziellen Start erhielten sie bei einem gemeinsamen Einführungstag mit Pflegedirektion, Chefärztin und Praxisanleiterinnen Einblicke in Stationsabläufe, Dokumentation, Medikation und Dienstplanung. Auch ein Rundgang durch das Haus sowie eine offene Fragerunde gehörten zum Programm.
Von Beginn an stand fest: Die Schülerstation sollte möglichst realitätsnah arbeiten. Die Lernenden übernahmen daher eigenständig zentrale Aufgaben des Stationsalltags. Sie planten Dienste, koordinierten Abläufe, führten Übergaben durch und organisierten die Versorgung der Patient:innen – stets begleitet von erfahrenen Fachkräften, die Verantwortung Schritt für Schritt abgeben konnten.
Aus Lernenden wird ein Team
Eine besondere Herausforderung bestand zunächst darin, als Team zusammenzufinden. Viele der Schüler:innen kannten sich vor Projektbeginn kaum, da zwei Kurse gemeinsam an der Schülerstation beteiligt waren. Umso beeindruckender war die Entwicklung innerhalb kurzer Zeit: Aus einzelnen Lernenden wurde ein eingespieltes Team, das sich gegenseitig unterstützte und gemeinsam Verantwortung übernahm.
Dabei lernten die angehenden Pflegefachkräfte nicht nur pflegerische Abläufe, sondern auch wichtige organisatorische und kommunikative Kompetenzen. Sie mussten Prioritäten setzen, Entscheidungen treffen und professionell mit anderen Berufsgruppen zusammenarbeiten. Gerade diese Erfahrungen machen die Schülerstation so wertvoll: Lernen findet hier unter echten Bedingungen statt – praxisnah, verantwortungsvoll und zugleich begleitet.
Motivation, Engagement und Zusammenhalt
Besonders positiv fiel dem Team der Station die hohe Motivation der Schüler:innen auf. Die Ausfallquote war gering, die Stimmung durchweg positiv. Die Lernenden unterstützten sich gegenseitig, gingen respektvoll miteinander um und begegneten auch den Patient:innen mit großer Aufmerksamkeit und Wertschätzung.
Selbst in herausfordernden Situationen – etwa bei personellen Engpässen oder organisatorischen Veränderungen – blieb die Atmosphäre auf der Station ruhig und strukturiert. Regelmäßige Feedbackrunden und von den Schüler:innen selbst organisierte Fortbildungen unterstützten zusätzlich den gemeinsamen Lernprozess.
Ein wichtiges Signal für die Zukunft der Pflege
Die Schülerstation ist weit mehr als ein Ausbildungsprojekt. Sie zeigt, wie wichtig gute praktische Ausbildung und echtes Vertrauen für die Entwicklung junger Pflegekräfte sind. Für die Verantwortlichen im TWW war die Projektphase deshalb auch ein starkes Zeichen für die Zukunft der Pflege. Die pflegerische Stationsleitung Uta Stein betont: „Da sind wirklich viele tolle zukünftige Pflegefachkräfte dabei.“
Viele der Schüler:innen äußerten zudem den Wunsch, weiterhin auf der Station tätig zu sein oder später ins TWW zurückzukehren.
An der Abschlussveranstaltung nahm auch Geschäftsführer Bernd Jakobs teil und bedanke sich ausdrücklich bei den Schüler:innen für ihren hervorragenden Einsatz – ein Zeichen dafür, welchen Stellenwert das Projekt auch innerhalb des Hauses hat.
Pflegeausbildung, die begeistert
Die Schülerstation zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn jungen Menschen Verantwortung zugetraut wird. Teamarbeit, echte Einbindung und praxisnahes Lernen stärken nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern auch Selbstvertrauen und Begeisterung für den Pflegeberuf.
Wir wünschen allen Beteiligten weiterhin viel Erfolg auf ihrem beruflichen Weg und bedanken uns für eine spannende, lehrreiche und rundum gelungene Projektzeit.
