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Offene Frauengruppe: Gemeinsam stark – ein Raum für Austausch und Unterstützung

Frauen stehen im Laufe ihres Lebens vor ganz unterschiedlichen Herausforderungen. Neben Familie, Beruf und gesellschaftlichen Erwartungen können auch Krisenerfahrungen, Diskriminierung, Partnerschaftskonflikte oder Abhängigkeitserkrankungen belastend wirken. Umso wichtiger sind Orte, an denen Frauen sich offen austauschen, gegenseitig stärken und neue Perspektiven entwickeln können.

16.06.2026 | Allgemein

Genau dafür gibt es die Offene Frauengruppe in den Kliniken im TWW. Seit Sommer 2025 wird das Angebot von den Genesungsbegleiterinnen Nadine Basler und Anja Herold moderiert. Beide bringen nicht nur ihre fachliche Perspektive, sondern auch eigene Erfahrungen mit psychischen Krisen und den Herausforderungen des Frauseins mit.

Die Offene Frauengruppe versteht sich als geschützter Raum für Begegnung, Verständnis und gegenseitige Unterstützung. Willkommen sind Patientinnen aller Altersgruppen – sowohl Frauen, die sich aktuell in stationärer Behandlung befinden, als auch ehemalige Patientinnen. Die Teilnahme ist unkompliziert möglich: Wer möchte, kann eigene Themen einbringen, Fragen stellen oder einfach zuhören und von den Erfahrungen anderer profitieren.

Im Gespräch mit Nadine Basler und Anja Herold

Was macht die Offene Frauengruppe aus Ihrer Sicht zu einem besonderen Angebot innerhalb der Kliniken im TWW?

Nadine: Besonders ist, dass die Gruppe stationsübergreifend ist und auch nach der Entlassung weiter besucht werden kann. Außerdem geht es bei uns nicht nur um Krankheiten oder Therapien. Wir sprechen über Themen, die Frauen in ihrem Alltag beschäftigen, und schaffen einen Raum, in dem man sich als Mensch und nicht nur als Patientin begegnen kann.

Welche Themen beschäftigen die Teilnehmerinnen besonders häufig und welche Rolle spielt dabei der Austausch untereinander?

Anja: Ein Thema, das immer wieder auftaucht, ist die Frage nach Abgrenzung und dem Mut, auch einmal Nein zu sagen. Der Austausch in der Gruppe kann dabei sehr hilfreich sein. Viele Frauen erleben, dass sie mit ihren Herausforderungen nicht allein sind und ermutigen sich gegenseitig, gewohnte Rollenbilder zu hinterfragen und eigene Bedürfnisse ernst zu nehmen.

Sie beide begleiten die Gruppe als Genesungsbegleiterinnen. Wie profitieren die Teilnehmerinnen von dieser besonderen Perspektive?

Nadine: Als Genesungsbegleiterinnen bringen wir eigene Erfahrungen mit psychischen Krisen und deren Bewältigung mit. Gleichzeitig kennen wir viele der Herausforderungen, die Frauen im Alltag begegnen. Diese doppelte Perspektive schafft häufig ein besonderes Verständnis und erleichtert vielen Teilnehmerinnen den Zugang zum Austausch.

Was würden Sie einer Patientin sagen, die neugierig auf die Gruppe ist, sich aber noch nicht traut, vorbeizukommen?

Anja: Ich würde ihr empfehlen, einfach einmal vorbeizukommen und die Atmosphäre kennenzulernen. Niemand muss etwas sagen oder persönliche Erfahrungen teilen. Es ist völlig in Ordnung, erst einmal zuzuhören. Und natürlich kann jede Teilnehmerin selbst entscheiden, wie lange sie bleiben möchte.

Offen für alle interessierten Patientinnen

Die Offene Frauengruppe ergänzt das therapeutische Behandlungsangebot der Kliniken im TWW. Im Mittelpunkt stehen ein wertschätzender Austausch, gegenseitige Unterstützung sowie die Stärkung eigener Interessen und Ziele. Übungen, Impulse, Informationen und Gesprächsrunden bieten Raum, um neue Perspektiven zu entwickeln, Stabilität zu gewinnen und Krisen vorzubeugen.

Neue Zeit: Jetzt montags

Bitte beachten Sie: Die Offene Frauengruppe findet ab sofort jeden Montag von 12:45 bis 13:45 Uhr im Gruppentherapieraum der Psychosomatik (U2.40) statt.

Bei Fragen steht Nadine Basler unter (030) 81 09 21 61 gerne zur Verfügung.

Foto: Anja Herold und Nadine Basler