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Nicht allein auf dem Weg: Selbsthilfegruppe für Menschen mit Suchterkrankungen

Suchterkrankungen gehen oft mit Scham, Isolation und dem Gefühl einher, den eigenen Weg allein bewältigen zu müssen. Die Selbsthilfegruppe für Menschen mit Suchterkrankungen in den Kliniken im TWW bietet einen geschützten Raum für Austausch, gegenseitige Unterstützung und neue Perspektiven. Begleitet wird das Angebot von Genesungsbegleiterin Nadine Basler.

17.06.2026 | Allgemein

Gemeinsam Halt finden

Der Weg in ein suchtfreies Leben verläuft selten geradlinig. Zweifel, Krisen und Rückschläge gehören für viele Betroffene dazu. Umso wichtiger sind Orte, an denen Menschen auf Verständnis treffen, Erfahrungen teilen und sich gegenseitig stärken können.

Genau dafür gibt es in den Kliniken im TWW die Selbsthilfegruppe für Menschen mit Suchterkrankungen. Das Angebot richtet sich an Menschen, die Unterstützung auf ihrem Weg in ein suchtfreies Leben suchen oder ihre Abstinenz langfristig stabilisieren möchten.

Begleitet wird die Gruppe von Nadine Basler, Genesungsbegleiterin im TWW und Lotsin des Lotsennetzwerks Berlin. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie wertvoll Begegnungen auf Augenhöhe sein können.

„Der wichtigste Moment ist, wenn jemand merkt: Ich bin mit meiner Geschichte nicht allein.“

Ein geschützter Raum für Austausch und Unterstützung

In der Gruppe begegnen sich Menschen mit ähnlichen Erfahrungen. Niemand muss erklären, warum bestimmte Situationen belastend sind oder welche Herausforderungen eine Suchterkrankung mit sich bringt. Stattdessen stehen Zuhören, gegenseitige Unterstützung und ehrlicher Austausch im Mittelpunkt.

Die Teilnehmenden erwartet:

  • sicherer und wertschätzender Austausch
  • Verständnis aus eigener Erfahrung
  • offene und respektvolle Kommunikation
  • Raum für Ängste und belastende Gefühle
  • gegenseitige Motivation und Stärkung
  • Unterstützung bei der Stabilisierung und Krisenvorbeugung

Besonders in den ersten Monaten der Abstinenz kann eine Selbsthilfegruppe wichtige Orientierung und Verlässlichkeit bieten. Gleichzeitig entsteht ein soziales Netzwerk, das auch außerhalb therapeutischer Behandlungen Halt geben kann.

Warum Selbsthilfe so wichtig ist

Während stationäre oder ambulante Therapien zeitlich begrenzt sind, können Selbsthilfegruppen über viele Jahre hinweg ein stabiler Begleiter bleiben. Sie schaffen Gemeinschaft, fördern Selbstwirksamkeit und helfen dabei, Isolation zu vermeiden.

Gerade Suchterkrankungen betreffen häufig nicht nur den Konsum selbst, sondern auch Beziehungen, Alltag, Selbstwertgefühl und psychische Gesundheit. Der regelmäßige Austausch mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, kann deshalb eine wichtige Ergänzung zu professionellen Hilfsangeboten sein.

Podcast-Tipp: Suchterkrankungen verstehen

Wer sich näher mit dem Thema beschäftigen möchte, findet auch in unserem Podcast „Diagnose: Kopfsache?“ weiterführende Informationen.

In der aktuellen Folge „Wenn Alkohol das Leben bestimmt – Wie Suchterkrankungen entstehen“ spricht Dr. Lieselotte Mahler darüber, wie Abhängigkeit entsteht, warum Alkohol gesellschaftlich häufig verharmlost wird, welche Warnsignale es gibt und welche Behandlungsmöglichkeiten heute zur Verfügung stehen.

👉 Hier geht es zur Podcast-Folge: https://tww.berlin/4tZAhso

Wann und wo?

🗓 Jeden Dienstag
🕖 19:00–20:30 Uhr
📍 Gruppenraum der Psychosomatischen Abteilung (U2.40)

Begleitung:
Nadine Basler, Genesungsbegleiterin
Lotsennetzwerk Berlin

📧 nadine.basler@tww-berlin.de

Interessierte können sich bei Fragen oder Interesse direkt an Nadine Basler wenden.