Betriebliches Gesundheitsmanagement im TWW: Gesundheit mit System und mit Haltung
Gesundheit am Arbeitsplatz entsteht nicht zufällig. Im Theodor-Wenzel-Werk ist sie deshalb fest verankert: im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM).
„Ein aktiver Fokus auf die Gesundheit unserer Mitarbeitenden ist wichtiger denn je, denn die Mitarbeitenden stützen das gesamte System“, sagt Samira Deldar, Gesundheitsmanagerin im TWW. „Wir müssen die Mitarbeitendengesundheit aktiv fördern, um eine resiliente Organisation zu schaffen, damit wir Krisen gut bewältigen können und gut für die Patient:innen da sein können.“
Für Samira Deldar ist das BGM dabei weit mehr als einzelne Kurse oder Aktionen. „Es geht darum, eine gesundheitsfördernde Unternehmenskultur zu schaffen, in der die Mitarbeitendengesundheit langfristig gestärkt wird“, erklärt sie. Betriebssport und Gesundheitsaktionen seien ein wichtiger Teil davon – genauso entscheidend seien aber auch die Arbeitsbedingungen, Führung und Organisation. Die zentrale Frage laute: Was brauchen Mitarbeitende, um langfristig gesund arbeiten zu können – und wie können wir Gesundheit aktiv fördern?
Gut aufgestellt für Gesundheit im Arbeitsalltag
Das BGM im TWW lebt vom großen Engagement vieler Beteiligter. Im Gesundheitszirkel kommen regelmäßig Fachpersonen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen – neben ihrer eigentlichen Haupttätigkeit. Dieses Miteinander ist die Grundlage dafür, dass sich das BGM im TWW kontinuierlich weiterentwickeln konnte.
Samira Deldar gibt diesem Engagement einen verlässlichen Rahmen. Als Gesundheitsmanagerin behält sie den Überblick, entwickelt Konzepte und Strategien und sorgt dafür, dass Gesundheit im TWW nicht vom Zufall abhängt. „Meine Rolle liegt darin, alles zusammenzuführen, nachhaltig zu denken und auch die Brücke zur Geschäftsführung zu schlagen“, beschreibt sie ihre Aufgabe.
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist dabei der Rückhalt aus der Geschäftsführung. „Unser Geschäftsführer Bernd Jakobs unterstützt die BGM-Arbeit vollumfänglich – etwa durch Freistellungen und finanzielle Unterstützung“, berichtet Frau Deldar. Er sei stolz auf das, was gemeinsam auf die Beine gestellt wurde, und sehe das BGM als wichtigen Baustein für Organisationsentwicklung und Arbeitgeberattraktivität.
Diese Unterstützung macht spürbar: Gesundheit ist im TWW kein Nebenprojekt, sondern gewollt und getragen.
Strukturell wird das BGM im TWW auf drei Säulen getragen: Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF), Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) und Arbeitsschutz. Dieser Aufbau schafft Klarheit und Orientierung im Alltag. Gleichzeitig denkt Samira Deldar weiter: „Das klassische BGM-Haus greift heute zu kurz. Gesundheit am Arbeitsplatz hat auch viel mit Führung, Kultur und Organisation zu tun.“ Genau deshalb gehört im TWW zum BGM mehr als Prävention im engeren Sinne – etwa auch Führungskräfteentwicklung und die Frage, wie Arbeitsbedingungen gesund gestaltet werden können.
Mehr als Angebote: Wertschätzung im Arbeitsalltag
Für Samira Deldar ist das BGM vor allem eines: gelebte Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden. „Menschen, die sich wohl und wertgeschätzt fühlen, bleiben dem Unternehmen länger treu und sind motivierter. So kann sich ein gutes Arbeitsklima entwickeln – und das wirkt sich wiederum positiv auf die Gesundheit aus.“
BGM sei damit auch eine echte Win-win-Situation: für Mitarbeitende und Arbeitgeber gleichermaßen.
Gesundheit im Blick: Angebote und Weiterentwicklung
Das BGM im TWW setzt bewusst breit an und berücksichtigt körperliche, mentale und soziale Gesundheit. Vor dem Hintergrund zunehmender Belastungen im Arbeitsalltag spielt insbesondere die psychische Gesundheit eine immer wichtigere Rolle – und wird im BGM ganzheitlich mitgedacht.
Zu den bestehenden Angeboten zählen unter anderem verschiedene Betriebssportkurse und Firmenfitness, Stressmanagement- und Entspannungsangebote, Rentensprechtage und thematisch passende Vorträge, Blutspendenaktionen, die Psychosoziale Krisenbegleitung (PSK) am Arbeitsplatz oder die interne Suchtberatung.
Alle Angebote sind freiwillig angelegt und sollen den Arbeitsalltag unterstützen – nicht zusätzlich belasten.
Auch 2026 soll das BGM verlässlich weiterlaufen und sich zugleich weiterentwickeln. Geplant sind unter anderem neue Impulse wie ein Azubi-Gesundheitstag, ein Fahrradaktionstag, weitere Stressmanagementformate und ein TWW-Gesundheitstag. Neu gestartet ist bereits ein Lauftraining unter dem Motto: „Gesund laufen – gemeinsam stark im Klinikalltag“, um Bewegung, Austausch und Wohlbefinden zu fördern.
Fazit
Das Betriebliche Gesundheitsmanagement im TWW zeigt: Gesundheit braucht Struktur – und Menschen, die sie mit Überzeugung gestalten. Mit Engagement, Rückhalt und einem ganzheitlichen Blick ist das BGM im TWW heute ein fester Bestandteil der Organisationskultur.