Der neue Chefarzt unserer psychosomatischen Abteilung Herr Dr. Thiele
Der Vorstand unseres Trägervereines ernannte in seiner Sitzung am 3. August 2011 Herrn Dr. Thiele zum Chefarzt der Psychosomatischen Abteilung.
Herr Dr. Thiele tritt die Nachfolge des aus familiären Gründen kurzfristig ausgeschiedenen Herrn Dr. Ehrig an. Herr Dr. Thiele war seit Jahren als Oberarzt der Abteilung tätig und bringt einen umfangreichen Erfahrungsschatz in seine neue Aufgabe ein. Wir sehen ihn als Garant der Weiterführung der bisherigen sehr erfolgreichen Arbeit und medizinischen Ausrichtung der Abteilung an, insofern genießt er das volle Vertrauen der Geschäftsführung.
Wir wünschen Herrn Dr. Thiele für seine neue Aufgabe viel Erfolg und die tatkräftige Unterstützung seiner Mitarbeiter.
Theodor-Wenzel-Werk e.V.
Ronald Wehner
-Geschäftsführer-
Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie mit internistischem Schwerpunkt
- Psychosomatische Behandlung
- Station 8
- Station 9
- Psychotherapie – Hilfe für mich?
- Mutter-Kleinkind-Behandlung
- Essstörungen
- Somatoformen Störungen
- Selbsthilfe
Die Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie mit internistischem Schwerpunkt hat eine lange Tradition. Sie verfügt über insgesamt 65 Betten, die auf zwei Stationen in spezielle Behandlungseinheiten und Schwerpunkte gegliedert sind.
Stationär aufgenommen werden Patienten zur Diagnostik und Behandlung mit psychosomatischen, psychischen und internistischen Gesundheitsstörungen und komorbiden internistischen Erkrankungen sowie Patienten mit Problemen der Krankheitsverarbeitung, die nach der Art, der Schwere, der Beeinträchtigung und dem Krankheitsverlauf nicht, nicht mehr oder noch nicht ambulant oder teilstationär behandelt werden können.

Die Behandlung erfolgt nach einem integrierten internistisch-psychosomatischen Behandlungskonzept auf der Grundlage eines Krankheitsmodells, das sowohl die körperliche, die psychische und soziale Dimension der Erkrankung als auch ihre Wechselwirkungen umfasst. Die Ausrichtung der Behandlung ist tiefenpsychologisch fundiert nach wissenschaftlichen Kriterien und Qualitätsstandards der Fachgesellschaft.
Die stationäre Aufnahme erfolgt überregional aus allen Berliner Bezirken und aus anderen Bundesländern. Nach Terminvergabe beraten wir die Patientinnen und Patienten in einem ambulanten diagnostischen Vorgespräch und klären, ob ggf. eine ambulante oder stationäre psychosomatische Behandlung angezeigt ist.
Ein besonderer Schwerpunkt der Abteilung liegt in der störungsspezifischen Behandlung von Patienten mit Essstörungen (Magersucht, Ess-Brech-Sucht und Fettsucht/Dickleibigkeit) und mit somatoformen Schmerzstörungen. Hierfür wurden spezifische Leitlinien und störungsspezifische Behandlungseinheiten (Settings) entwickelt.
Folgende psychosomatischen Krankheitsbilder werden in der Abteilung behandelt:
Essstörungen:
Magersucht (Anorexia nervosa)
Ess-Brech-Sucht (Bulimie)
Esssucht (binge eating disorder)
Somatoforme (funktionelle) Störungen z. B.
- im Bereich Herz-Kreislauf, Atmung, Verdauung, Nervensystem, Muskulatur und Bewegungsapparat
- Chronische Schmerzen
Neurotische Erkrankungen mit z. B.
- Depression, Angststörungen, Zwängen
- Persönlichkeitsstörungen
Reaktive Störungen:
- Akute und chronische Belastungsreaktionen (z. B. Überlastungsreaktionen, Anpassungsstörungen)
- Psychische Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit körperlichen Erkrankungen (z. B. nach Herzinfarkt, operativen Eingriffen, Zuckerkrankheit, Asthma, Darmerkrankungen)
- Posttraumatische Belastungsstörung
- Psychosomatische Belastung
- Patienten mit Suchterkrankungen, psychotischen Störungen, akuter Selbstmordgefährdung sowie Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahre) können nicht aufgenommen werden.
Die Möglichkeit, unterschiedliche Psychotherapieverfahren miteinander zu kombinieren und mit der internistischen Diagnostik und Behandlung multimodal zu kombinieren sichert eine hohe Effektivität der Behandlung, die anhand unseres Dokumentationssystems zu Beginn und am Ende der Behandlung fortlaufend überprüft und gesichert wird. Die Behandlung findet innerhalb einer fest zugeordneten therapeutischen Gemeinschaft statt. Das multimodale vielseitige Behandlungsspektrum wird bei entsprechender Indikation ergänzt durch Krankengymnastik und physiotherapeutische Maßnahmen (Fango, Massage, Elektrotherapie, Bäder, Bewegungsbad). Darüber hinaus steht eine sozialarbeiterische Beratung zur Verfügung (siehe Behandlungskonzept).
Die Neurologische und Psychiatrische Abteilung (Psychiatrie I und Psychiatrie II) werden von der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowohl hinsichtlich der internistischen Funktionsdiagnostik und Behandlung als auch psychosomatisch konsiliarisch mitbetreut.
Zur Sicherstellung der ambulanten Nachsorge ist das Stationsteam bei der Vermittlung von Kontakten zu niedergelassenen Ärzten, Psychotherapeuten, Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen behilflich.
Ausbildung und Weiterbildung
Zum Aufgabenspektrum der Abteilung gehört auch die Ausbildung von Studentinnen und Studenten der Medizin und Psychologie, die Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie die Ausbildung von psychologischen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten. Die Ausstattung entspricht den Anforderungen moderner Standards der Medizin.
Interdisziplinäre Schmerzkonferenz
am Campus Benjamin Franklin (CBF) der Charité




