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Qualitäts-
nachweis
Im Dezember 2006 haben die Kliniken im Theodor-Wenzel-Werk das Zertifizierungs-
verfahren nach KTQ erfolgreich abgeschlossen und das KTQ-Zertifikat verliehen bekommen.
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Pastor Dr. Theodor Wenzel
13. Januar 1895 – 6. Oktober 1954
Am 13. Januar 1895 wurde Theodor Wenzel in Grünberg/Schlesien als Sohn des Maschinenbauers Ernst Wenzel geboren. Er wuchs im Kreise von fünf Geschwistern auf und besuchte in Grünberg die Volksschule und das Realgymnasium und erhielt 1914 das Reifezeugnis. Dem Rat des Gemeindepfarrers von Grünberg, Friedrich Böhm, folgend, ging Theodor Wenzel auf die Theologische Schule nach Bethel. Der Ausbruch des ersten Weltkrieges unterbrach das begonnene Theologie-Studium. Nach kurzer militärischer Ausbildungszeit wurde Theodor Wenzel 1914 durch eine Gewehrkugel schwer verwundet.
1916 wurde er endgültig aus dem militärischen Dienst als Kriegsversehrter entlassen und wandte sich wieder seinem Studium der Theologie zu. Nebenher besuchte er viele philosophische, historische, kunstgeschichtliche und medizinische Vorlesungen.
Ab April 1917 nahm er während seines Studiums eine Erzieherstelle in der "Christian-und-August-Blisse-Stiftung", einem städtischen Waisenhaus, an und erzog eine Knabengruppe - dem Willen der Stifter gemäß - im evangelischen Glauben.
Am 24. Juli 1919 promovierte Theodor Wenzel zum Dr. phil. in Erlangen und Anfang Juni 1920 legte er vor der Prüfungskommission des Evangelischen Konsistoriums die erste Theologische Prüfung ab; im August 1921 bestand er die zweite Prüfung. Von den sozialen Aufgaben der Kirche ergriffen, arbeitete er in der Zentrale für private Fürsorge und im Wilmersdorfer Jugendamt, wobei ihn besonders die Fragen der Jugendfürsorge und Jugendgerichtshilfe beschäftigten.
Im Januar 1922 heiratete Theodor Wenzel die Rheinländerin Emmi Darmstädter, die ihm als Pfarrersfrau bei seinem Wirken in der Inneren Mission unterstützend zur Seite stand.
Im September 1925 wurde er in eine Pfarrstelle an der Matthäikirche in Berlin-Tiergarten berufen. Bereits zwei Jahre später übernahm er als 32-jähriger Pfarrer das Amt des Geschäftsführers für den "Provinzialausschuss für Innere Mission in der Provinz Brandenburg" und folgte dieser Aufgabe mit der Liebe zur Kirche und mit überdurchschnittlichem Arbeitseinsatz bis zu seinem Tode am 6. Oktober 1954.
Theodor Wenzel vereinte in seiner Funktion als Leiter der Inneren Mission die vielfältigen Aktivitäten der Diakonie unter einem Dach. Er sah seine Aufgabe darin, Krankenhäuser, Pflegeheime, Herbergen und Wanderarbeitsstätten ohne Beeinträchtigung ihrer Selbstständigkeit zu beraten, zu fördern und zwischen deren Tätigkeit einerseits und den kirchlichen, staatlichen und kommunalen Behörden andererseits zu vermitteln.
Er festigte ihren inneren Zusammenhalt und baute ihre Zahl aus. Die beiden Schwerpunkte seiner Arbeit – freie Wohlfahrt und Volksmission – zählten im Jahr 1932 254(!) Anstalten mit insgesamt 11.000 Betten. Hinzu kamen 160 Einrichtungen der halboffenen Diakonie, 180 Schwesternstationen, 8 Fachberatungsstellen und 27 sonstige Einrichtungen (z.B. die Bahnhofsmission). In den Land- und Stadtkreisen Brandenburgs gab es seinerzeit 45 evangelische Wohlfahrts- und Jugenddienste.
Theodor Wenzel hat gegen vielseitigen Widerstand Wesentliches zum Aufbau, Bestand und Fortdauer der Einrichtungen geleistet. Auch in den Zeiten des Nationalsozialismus ließ er sich die Arbeit nicht aus den Händen nehmen. Nach Kriegsende jedoch fiel der größte Teil des Tätigkeitsfeldes in die sowjetische Besatzungszone. Die im Westteil der Stadt verbliebenen Liegenschaften wurden unter einem neuen Rechtsträger, dem Wichernwerk e. V., zusammengefasst.
Das Theodor-Wenzel-Werk e. V. ist ein eingetragener Verein, der satzungsgemäß ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke durch Unterhaltung von sozialen Einrichtungen verfolgt.